INNERFAMILIÄR

Not Regretting Motherhood

Posted on 16. April 2016

„Es ist einfacher, eine Nation zu regieren als vier Kinder zu erziehen.“

Winston Churchill

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Ich habe vier Kinder innerhalb von sechs Jahren bekommen, davon ist das jüngste unser Pflegesohn und ein überaus besonderes Kind. Ich stehe jeden Tag an der Grenze der Über- und Unterforderung obwohl ich seit dem vierten Kind nicht mehr berufstätig bin. Mein Leben ist aufregend und mir ist es alles andere als langweilig.
In den Zeiten, an denen ein Elternabend den nächsten jagt, ich einen Kindergeburtstag nach dem anderen ausrichte, die Kinder alle miteinander oder nacheinander krank sind, ich meinen vierteljährlichen Mama-Blues bekomme, schaue ich nach Stellenangeboten und  möchte am liebsten raus, sofort!!!

Unser Supervisor, der uns seit fünf Jahren in allen Lebensfragen unterstützt, hilft mir in diesen Phasen mal wieder auf den Boden.

Was genau tue ich eigentlich? Ich bin rund um die Uhr Reinemachefrau, Gourmet-Köchin, Lehrerin, Psychologin, Konfliktmanagerin, Facility-Managerin, Klavier-, Geigen-, Schlagzeug-, Cello-Lehrerin, Reiseveranstalterin, Event-Managerin, Taxifahrerin, Freundin, Krankenschwester, Frau, Freundin und Geliebte. Ich führe ein Kleinunternehmen!

Ich möchte keine der schrecklich anstrengenden Erfahrungen missen und ich sehe, dass meine Kinder Chancen haben, die ich als Auswanderungskind nicht hatte. Ich bin ihre Insel – ab dem Moment, in dem die Haustüre aufgeht und sie heimkommen.

Das Leben mit vier Kindern in unserer Gesellschaft in der das ICH das lauteste und höchste Gut ist, ist für mich ganz persönlich eine Herausforderung. Meine Wünsche hinten anzustellen heißt nicht zwangsläufig, mich zu verleugnen. Ich weiß was ich möchte, ich habe Pläne, Visionen und Ideen.  Und doch verfolge ich alles in kleinen Schritten und zu seiner Zeit.

Ich werde mich nicht aus den Augen verlieren – aber dieses vermeintliche „Opfer“ für die Kinder da sein zu dürfen, weil ich es kann, weil ich es möchte und weil ich mich dafür entschieden habe, ist für mich ein Geschenk.

Wir Mütter erziehen und begleiten Kinder, die unsere Zukunft gestalten werden, welch eine großartige und ehrenhafte Aufgabe!

Die guten Hebammen

Posted on 14. Juni 2015

„Mama, wenn ich ein Kind bekomme, dann möchte ich es nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause kriegen.“

Liese, 5 Jahre

-Oh Mädchen, wenn du wüsstest!

Am liebsten hätte ich ihr voller Freude und Begeisterung erzählt, dass sie später ganz alleine entscheiden darf, wo und wie sie ihr Kind zur Welt bringen will. Dass sie es vielleicht, wie ich zwei meiner Kinder, in einem sicheren und geschützten Umfeld gebären kann, zu Hause oder im Geburtshaus, ohne Ärzte, ohne viel Personal und Trubel. Sie könnte während all ihrer Schwangerschaften, den Geburten und in der Nachbetreuung ein und dieselbe Hebamme haben.
Ich hätte ihr gerne gesagt, dass sie und ihr Mann bei der Geburt ganz für sich sein können, die Hebamme da bleibt und nicht nach ihrer Schicht nach Hause geht oder gleichzeitig noch andere Geburten betreut.
Ich hätte ihr mit Sicherheit sagen können, dass sie ihrer Hebamme im Vorfeld und während der Geburt ganz vertrauen kann. Sie könnte dann ihre Scham und Ängste und alles andere loslassen, was in diesen sensiblen, verletzlichen Stunden passiert.
Ich hätte ihre Unsicherheiten und Ängste genommen und ihr gesagt, dass die Hebamme ganz viel weiß und ihr wertvolle Tipps im Umgang mit ihrem Baby gegeben hätte und sie nicht mit unterschiedlichen Meinungen von verschiedenen Krankenschwestern zurechtkommen müsste.

Ich hätte ihr gerne gesagt, dass ihre Hebamme für sie ein Notanker werden würde, dass sie rund um die Uhr erreichbar wäre. Nachts, wenn die Brust voller Milch ist und schmerzt. Die Hebamme würde ihr sagen, wann es an der Zeit wäre, mit dem kranken Baby zum Arzt zu gehen. Sie würde sie umsorgen und aufpassen, dass sie ihr Wochenbett einhält. Diese Hebamme würde die erste sein, die ihr Kind in den Armen hält. Sie würde die ersten Schritte mit ihr als Mama gehen.

Wie in einer Werbesendung hätte ich in Dauerschleife all die schönen Geschichten über meine beiden Hebammen und all die unglaublichen Erfahrungen während der Geburt erzählen können.

Leider nimmt die Entwicklung der Hebammen eine schlechte Wendung. Ich habe unten einige Links zum aktuellen Stand der Hebammen.

Mein Respekt, mein großer Dank gilt meinen beiden Hebammen, die mich bei meinen drei Kindern mit Nachsicht, Verständnis, Respekt, Geduld und Weisheit begleitet haben. Sie haben es geschafft, dass ich loslassen konnte und dass meine Geburtserlebnisse trotz Schmerzen und Komplikationen zu einem besonderen und einmaligen Erlebnis wurden.

Danke!

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