E:
Ich liebe Veränderung. Meistens  fange ich beim Saugen mit meinen Tagträumen an. Geistesblitze zu neuer Raumgestaltung, Geschäftsideen oder andere kreative Möglichkeiten fesseln mein Bewusstsein. Es ist seit jeher so bei mir. Wenn Ruhe einkehrt, finde ich es kurz angenehm, doch schon nach ein paar tiefen Atemzügen möchte ich schnell weitergehen.

J:
Ich tendiere auf dieser Achse eher zur Beständigkeit. Deine vielen Ideen überfordern mich manchmal; dann habe ich das Gefühl, dich beruhigen und bremsen zu müssen. Ein Beispiel: Wir redeten darüber, einen Sichtschutz an die Terrasse anzubringen. Kaum war ich mit dem gekauften Material vom Baumarkt zurück, hattest du schon die nächste Idee.

E:
Ja, stimmt, und jetzt ist keine der beiden Vorhaben verwirklicht und das Holz dreht Däumchen. Das ist das Problem, ich beginne eine Baustelle nach der anderen, ohne die erste zu Ende zu bringen.

J:
Auf der anderen Seite mag ich es natürlich auch nicht, wenn alles stagniert. Ich hätte gerne die Sichtblende gebaut und einen Moment im Liegestuhl davor verweilt.

E:
Ich finde meine Ideen-Explosionen im Kopf auch anstrengend. Seitdem wir zusammen sind, lerne ich immer mehr, meine ToDo- und Ideen-Listen nach Dringlichkeiten und Möglichkeiten zu ordnen. Spätestens seit den Kindern lerne ich Geduld.

J:
Das ist schon eine Herausforderung, diese Achse zwischen Beständigkeit und Veränderung. Irgendwo dazwischen können wir voneinander lernen.

 

 

Liegestuhl