Wenn wir mit unseren vier Kindern unterwegs sind, fallen wir auf. Nicht nur, weil es viele sind, sondern auch, weil sie so unterschiedlich aussehen: blond, braun, dunkel, schwarz; alles dabei.

Neulich im Drogeriemarkt: Ich, „junge“ Mutter, an diesem Tag äußerlich eher im Schlabberlook (also kein schönes Bild für Hauptstadtmuttis), mit allen Kindern, die nach Mittagessen und Spielplatz eingesaut waren, entschloss mich, „kurz“ einkaufen zu gehen. Ich dachte mir, so ganz selbstsicher und fest entschlossen: Wenn ich mit den Kindern vorher die Regeln, Warnsignale und Konsequenzen bespreche und ihnen Aufgaben zuteile, wird nichts schief gehen. Der Plan schien perfekt, ich klopfte mir in Gedanken schon selbst auf die Schulter.

Im Laden angekommen lief es auch zu Beginn ganz gut. Ab der Mitte, so ungefähr beim Toilettenpapier, suchte ich schon das erste Kind. Gebrüll im ganzen Markt. Als ich Nummer 1 hatte, war Nummer 2 weg. So ging es weiter. An der Kasse angekommen, schon ganz verschwitzt, besprach ich noch einmal schnell die Regeln und wies auf die Konsequenzen hin. „Wer will jetzt schon ins Auto?“ Also gut, alle sind wieder lieb.

Leider hält dieser Zustand nur so lange, bis ich mit dem Ausräumen des Wagens beschäftigt bin. Nummer 1 rammt den Wagen an Nummer 2, beide heulen, reißen sich dabei auch noch die Einkäufe aus der Hand. Nummer 3 und 4 rennen mit ihren Wägen, mit unbezahlten Einkäufen auf den Parkplatz. Ich räume, schreie, renne, irgendwie alles gleichzeitig. Hinter mir zwei Omas, die sich über die heutigen Kinder aufregen und eine Verkäuferin die versucht, die Omas zu beruhigen und selbst nicht den Überblick zu verlieren. Zu guter Letzt versagt meine EC-Karte. Das war wohl für alle zuviel.

 

 

 

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