Es wäre also an der Zeit, die Gegenfrage zu stellen: Was will denn der Mann? Will er reden oder machen? Will er Geld oder Glück? Will er Treue oder Abenteuer? Will er Liebe oder Macht?
Elisabeth Raether in: Die Zeit, Nummer 12, 2014

Traummann

Das sind gute Fragen, die ich mir selbst auch immer wieder stelle. Die beste Antwort auf unsere (männlichen) Bedürfnisse gibt unser Leben selbst und die Art und Weise, wie wir uns in Arbeit, Partnerschaft und Familie einbringen.
Schulz von Thun fasst die Grundbedürfnisse des Menschen vereinfacht zusammen: wertvoll sein, geliebt sein, frei sein und verbunden sein. Nur reden wir Männern nicht immer gern darüber! Also:
Will er reden oder machen?
Ich will auf jeden Fall machen!
Will er Geld oder Glück? 
Natürlich beides!
Fühle ich mich im Job wertvoll, ist für mich die Arbeit das pure Glück. Erlebe ich wertvolle Verbundenheit, Akzeptanz und Liebe in Partnerschaft und Familie, folgt mir das Glück nach Hause. Viele meiner Freunde und Bekannte nehmen sich Zeit und übernehmen Verantwortung für die Familie.
Treue oder Abenteuer? 
Je aufregender und abwechslungsreicher mein Leben ist, desto treuer freue ich mich auf die Verbundenheit mit meiner Partnerin.
Liebe oder Macht? 
Diese Entscheidung ist für mich Charaktersache und hat weniger mit dem Geschlecht zu tun.
Schade, dass wir Männer uns nicht in Talkshows setzen, vom Mannsein schwärmen und darüber, was wir alles wollen und können. Was an einigen Menschen vorbeigeht: schon längst unterstützen wir unsere Partnerin und beraten gemeinsam, wer wann wie viel arbeitet und wie wir Partnerschaft und Familie am besten leben können. Nicht selten sind wir uns dabei sogar einig!