INNERFAMILIÄR

Posts from the “Familie sein” Category

Internationaler Tag der Familie

Posted on 15. Mai 2015

Tag-der-Familie

Dieser Blog ist eine Liebeserklärung an Familie! Eine Motivation, dass es sich lohnt, für sie zu kämpfen, sie zu stärken, sie zu lieben und in all dem geduldig zu sein.


Seit ich denken kann, wollte ich eine Großfamilie haben, am liebsten sofort. Für mich ist es ein Lebenstraum, Familie zu sein. Kinder zu haben und mit ihnen, bzw. an ihnen zu wachsen, ist für mich die bisher größte Herausforderung meines Lebens.

Jeder Tag mit meiner Familie ist wie eine Wundertüte: ich weiß nie, wie der Tag anfängt und wie er endet. Spannender könnte ein Leben fast gar nicht sein. Wenn ich im einen Augenblick verzweifle, bin ich schon im nächsten  Augenblick am Lachen. Wenn ich im einen Moment schreiend aus dem Haus rennen möchte, bin ich im nächsten Moment selig. In keiner anderen Lebenssituation war ich so sehr mit meinen Stärken und Schwächen konfrontiert, wie im Leben mit meiner Familie.

Schön zu wissen, dass mich meine Kinder bedingungslos lieben, egal wie oft ich zu scheitern scheine, weil ich (wie die meisten Mütter) zu viele Erwartungen an mich stelle. Schön, zu wissen, dass mein Mann mich liebt und wir zusammen einen Weg gehen, der nicht immer fair und liebevoll ist – aber: wir sehen die Frucht unserer Liebe täglich und werden daran erinnert, dass Familie etwas Besonderes ist.

Familie ist: streiten und lieben, scheitern und lachen, vergeben und neu anfangen, halten und loslassen und noch so viel mehr!

Die Sache mit dem Tod

Posted on 12. April 2015

Zeit

„Wie stehen Sie zum Tod?“ fragt mich die Hasenzüchterin, als ich sie nach zwei Häschen frage. Ich bin ein wenig irritiert, verstehe aber schnell, worauf sie hinaus möchte. „Wissen sie“, erläutert sie weiter, „wenn ein Hase stirbt, rufen Eltern verzweifelt an, weil sie den gleichen Hasen suchen, um den Kindern den Verlust des Kaninchens zu verheimlichen!“

Wie gehen wir mit dem Tod um? Ich zum Beispiel, habe noch keine schweren Verluste erleiden müssen. Bei einer Fortbildung zum Thema „Depression im Kindesalter“ berichtete die Psychologin über die schwere Krankheiten ihrer Tochter. Keiner wusste, ob ihr kleines Mädchen überleben würde. Sie berichtete, die große Angst, ihr Kind zu verlieren, lähmte sie. Sie bekam den Rat einer befreundeten Psychologin, sich das Worst-Case-Scenario vorzustellen. Wie würde sie die Beerdigung gestalten? Wie wäre wohl das Leben ohne ihre Tochter? Schmerzliche Vorstellungen und Fragen, die wir gerne verdrängen. Als sie sich all dem stellte, berichtete die Referentin, wurde sie ruhiger. Sie fühlte Dankbarkeit für die Zeit, die sie mit ihrem Mädchen noch hatte. Das Mädchen besiegte die Krankheit.

Der Medizinische Fortschritt lässt uns im Glauben, dass alles möglich ist. Noch vor hundert Jahren war es nicht selbstverständlich, am Leben zu sein, der Tod und der Schmerz waren allgegenwärtig.

Wir leben neben unseren Freunden, vor einigen Wochen wurde ihre Katze überfahren, sie war die Schwester unserer Katze. Die beiden Katzenschwestern, Heidi und Charlotte, tollten ständig miteinander herum, holten sich gegenseitig ab, indem sie an der Tür der anderen warteten. Nun war Charlotte tot und unsere Kinder trauerten, sie schimpften auf den Autofahrer, wüteten und weinten. Nach der Beerdigung im Garten unserer Freunde sprachen unsere Kinder über ihren eigenen Tod und darüber, wie sie sich ihre Beerdigung vorstellten. Sie sprachen so nüchtern und selbstverständlich darüber, dass ich mich fast unwohl fühlte. Ich wollte es nicht hören und nicht darüber nachdenken. Die Große wolle lieber verbrannt werden, wogegen der Mittlere meinte, das wäre doof, weil er dann kein schönes Grab mit Blumen hätte. Einige Wochen später beerdigten wir noch eine von unseren Farbmäusen und ich staunte wieder über den kindlich ehrlichen Umgang mit dem Tod, der zum Leben gehört. Sie lassen die Trauer und Wut zu, fast besser als ich.

„Ein jegliches hat seine Zeit,
und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit und Friede hat seine Zeit.“

König Salomo

Es ist eine kostbare Zeit!

11 Fragen

Posted on 3. Februar 2015

Liebster-AwardWir wurden von Uta zum Liebster Award nominiert, Danke dafür! Bis vor einigen Tagen wussten wir nicht, was das ist. Man beantwortet Fragen und nominiert die nächsten 11 Blogger. Wir kennen keine 11 Blogger (bitte habt Nachsicht), beantworten aber sehr gerne deine netten Fragen, Uta!


Und hier geht’s los:
1. Gibt es in deinem Leben einen Schritt, den du im Nachhinein gerne nicht getan hättest?
Nein, wir lieben unser Leben und hätten alles genau so wieder gemacht! Im Nachhinein erkennen wir eher den Sinn in den schwierigen Zeiten. Nach dem Motto: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

2. Wohin ging dein letzter Flug und was war der Anlass der Reise?
Im Dezember flogen wir für drei Tage mit den vier aufgeregten Kindern nach Barcelona. Es war ihr erster Flug!

3. Im Urlaub ganz ohne Internetzugang: Traum oder Alptraum?
Ein Traum: sich auf die Kinder einlassen, ganz ohne Ablenkung!

4. Von welchem Blog kann man sich Deiner Meinung nach als Blogger-Neuling eine Scheibe abschneiden und warum?
Wir schauen manchmal hier vorbei:
• MiMa, sie schreibt toll!
• Martin Gommel, ein toller Fotograf mit Tiefgang
• immer wieder nette und informative Artikel bei „Von guten Eltern“
• hier, der Hebammenblog
• und natürlich der Blog unserer Schwägerin Katja, er ist wunderschön und liebevoll gestaltet, ihre Produkte kann man auch kaufen, also schaut rein.
• der Blog von Nicole, wir lieben ihre Bilder und die Zeilen, die sie dazu schreibt!
• Marc, unser Bekannter, mit vielen Bildern zum Schmunzeln….

5. Wo/wie siehst du dich in 5 Jahren?
Wir sehen uns mit unseren dann größeren Kindern viel reisen, viel Musik machen und viele unserer Träume erfüllen!

6. Wie viele Geschwister hast du und welchen Einfluss hat das auf deinen eigenen Kinderwunsch?
Wir haben zusammen 4 Geschwister. Wir beide wollten schon immer früh viele Kinder haben, das hat aber nichts mit unserem familiären Hintergrund zu tun. Wir lieben Kinder und deshalb sind wir beide auch im pädagogischen Bereich tätig.

7. “Was du heute kannst besorgen, das ‘verschiebe’ oder ‘verschiebe nicht’ auf morgen”. Welcher Typ bist du?
Wir sind unterschiedlich, wir haben beides. Manchmal entspannt folgender Satz: Was du heute kannst verschieben, das besorge lieber morgen!

8. Bier oder Wein?
Wein zum Reden

9. Liest du auch ausländische Blogs? Welche sind das?
von Anna Erman, einer Bekannten aus Russland.

10. Wenn man deine Kinder fragt, was du besonders gut kannst: Was würden sie antworten?
Ich glaube für sie sind wir einfach Helden. Sie sagen immer wieder: “Ihr seid die tollsten Eltern auf der Welt!“ Zeitweise waren wir aber auch schon die schlimmsten Eltern der Welt. Da muss man durch!

11. Gibt es etwas, was dich regelmäßig auf die Palme bringt?
Jan ist die Ruhe in Person und Elena lässt sich leicht von der Uhr stressen!

Heile Familie

Posted on 24. Dezember 2014

Weihnachtsbaum2014

Wir können uns ein Beispiel an Weihnachten nehmen: Gott wurde menschlich. Mach es ihm nach!

(Quelle unbekannt)

 

Zur Weihnachtszeit muss alles perfekt sein: Gattin Elena verpackt in ermüdenden abendlichen Überstunden liebevoll die Geschenke. Er (also ich) hat die neuste LED-Lichterkette beim Baumarkt besorgt und den Baum mit der Wasserwaage perfekt ausgerichtet. Noch schnell ein Foto vom Weihnachtsbaumschmücken auf Facebook gepostet, einmal durch den Weihnachtsmarkt hetzen, schnell noch die 4 Kerzen und Weihnachtslieder für die perfekte Stimmung an Heiligabend vorbereiten.

Dass Mama einem Nervenzusammenbruch nahe war, weil sie mal wieder das Gefühl hatte, mit allem alleine zu sein? Und Papa, der die lärmenden Kinder anmotzt, weil er das Gefühl hat, die Frequenz seiner Stimme sei für Kinderohren unhörbar?
Aber lassen wir das heute bitte alles weg: Das passt nicht zu Weihnachten, zu dem Bild einer heilen, perfekten Familie.

Warum eigentlich nicht?

Wir wünschen uns und dir mehr Menschlichkeit!
Menschlichkeit im Umgang mit dir persönlich, mit deinen vermeintlichen Fehlern und mit deinen Mitmenschen. Wir wünschen dir, dass du heute Abend ganz besonders glücklich bist über dein Leben und darüber, dass du Mensch sein darfst.

Innerfamiliär gibt es nun seit einem Jahr, und wir schreiben weiter über die ermutigenden Momente im Familienleben, über die schönen Seiten im Alltagsstress, über die Freude bei aller Anstrengung und über die kleinen Glücksmomente.

Interview: Besuch bei Freunden, Folge 1

Posted on 19. November 2014

anselm

Sagt bitte etwas zu euch!
Hi, wir sind Martin (31) früher Fachinformatiker (vorher war ich 2 Jahre in Kanada auf einer Bibelschule) und jetzt Sozialpädagoge, und Meike (30) Hauptschullehrerin.

Wie lange seid ihr ein Paar?
Ich (Martin) kann mir ja leider nur unseren Hochzeitstag merken, mein Gedächtnis für wichtige, historische Daten ist wohl im Geschichtsunterricht getötet worden. Ich sprach vor ein paar Tagen zufällig mit Meike darüber und daher weiß ich es ganz genau, wir sind jetzt mehr als 6 Jahre ein Paar und 2009 haben wir geheiratet.

Was ist euer größtes Glück?
Unser größtes Glück ist, dass unser Familienwunsch in Erfüllung gegangen ist und wir seit einem Jahr zu dritt sind. Die kleine Marla hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Wir haben Freunde, die sehr viele Jahre vergeblich auf ein Kind gewartet haben. Für uns kam schon das eine Jahr ohne erfüllte Hoffnung wie eine Ewigkeit vor.

Was ist die größte Baustelle in eurer Beziehung?
Die kleinen Missverständnisse des Alltags sind eine Baustelle, jedoch die größte in unserer Beziehung ist die unterschiedliche Wahrnehmung von Dingen, denn diese birgt viel Streitpotential. Mir (Martin) kommt es manchmal so vor, als würde Meike mich nicht respektieren. Ich weiß, dass sie das niemals mit Absicht macht, ich bin sensibel und so kommt es bei mir an.
Ich (Meike) erlebe, dass Martin in manchen Situationen, z.B. wenn er sich respektlos behandelt fühl, schnell „explodiert“, dann finde ich nur schwer Zugang zu ihm. Er lässt mich einfach stehen und ich weiß oft nicht genau, was ich überhaupt falsch gemacht habe. Das macht mich immer wieder so richtig traurig.
Den anderen in seiner Wahrnehmung und Meinung stehen zu lassen, auch wenn man Dinge komplett anders sieht, ist eine große Herausforderungen für uns.

Was macht ihr zusammen am Liebsten?
Wir schauen gerne Filme. Wenn wir einen Babysitter organisieren können, gehen wir gern Essen und reden über Gott und die Welt. Freunde haben wir aber auch gern um uns.

Habt ihr einen Lieblingsplatz in eurer Wohnung?
Unser Sofa, die Küche finden wir aber auch cool, weil Essen einfach was Tolles ist.

Was liebt ihr aneinander?
Meike ist eine starke, attraktive und selbstbewusste Frau. Ich habe noch nie erlebt, dass sie sich für jemanden verstellt hat, um dadurch besser anzukommen, das bewundere und liebe ich an ihr. Sie kennt mich wirklich gut und trifft zu 99% meinen Geschmack. Sie steht voll und ganz hinter mir und meinen Entscheidungen, sie glaubt an mich und unterstützt mich, sonst hätte ich nicht den Mut gehabt, zu studieren. Mich hat es fasziniert, wie schnell sie sich in meine (russlanddeutsche) Familie integrieren konnte.
Ich, Meike, schätze Martins Umgang mit Menschen. Er ist interessiert an ihnen, freundlich, offenherzig und gesellig. Er bringt ihnen Wertschätzung entgegen und ist ein aufmerksamer Zuhörer. Ich liebe seine Kreativität. Er ist ein guter Musiker, Sänger, Sportler und ein wilder Koch. Er ist ein toller und liebevoller Papa. Es ist schön zu sehen, wie er Marla und mich liebt.

Was macht euch als Familie aus?
Wir sind eine glückliche Familie, wir lieben unser Leben und unsere Tochter. Wir sind beide offene und kontaktfreudige Menschen. Wir sind sensibel, was unseren Blick immer wieder auf unsere Mitmenschen lenkt. Wir sind absolute Beziehungs- und Familienmenschen. Wir lieben das sonntägliche Essen im Familienkreis und Treffen mit Freunden.

Welchen gemeinsamen Traum habt ihr?
Wir träumen davon, viel zu unternehmen und zu reisen. Wir wollen unsere Beziehung stärken, Zeit für unsere Familien und Freunde haben und bei alldem eine gute und gesunde Balance finden.
Wir wollen in unserer Kirche aktiv für andere da sein. Weil wir als Paar schon einige Konflikte überwunden haben und uns Freunde in der Bewältigung unterstützt haben, merken wir, dass es auch unser Wunsch ist, Menschen in Beziehungsthemen zu unterstützen.

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