INNERFAMILIÄR

Beiträge aus der Kategorie “Liebesbeweis

Unser Glücksmoment: Alex & Maria

Veröffentlicht in 15. April 2014

Glücksmoment_Maria_Alex

Wir sind Nerds – Fahrrad-Nerds – um genau zu sein.

Mein Mann ist als Fahrrad-Ingenieur der Ober-Nerd und mein Ausspruch:

„Man kann nie genug Fahrräder haben.“

sagt alles…

 

Glücksmomente erleben wir, wenn wir merken, dass wir eine herrliche gemeinsame

Leidenschaft teilen… Fahrräder und alles was dazu gehört:

Gemeinsam Mountainbiken, von Alex lernen wie man eine Bremse einstellt, fachsimpeln,

Flohmarkt-Räder einkaufen und dabei Designklassiker entdecken, Fahrtechnik üben und

gemeinsame Fahrrad-Veranstaltungen besuchen.

Den größten Glücksmoment erlebe ich persönlich oft auf dem Trail, wenn ich mein Rad an

verzwickten Passagen immer und immer wieder zurück schiebe und es wieder versuche

um es dann endlich zu schaffen. Am schönsten ist das anschließende High-Five, die

anerkennenden Blicke und das Gejubel von Alex.

Ermutigung, Anerkennung, Wertschätzung machen unsere gemeinsame Leidenschaft

perfekt.

Ich finde es richtig schön, dass wir einen großen Teil der Freizeit gemeinsam verbringen

und genau das ist ein großer Glücksmoment. Ich könnte es mir gar nicht mehr anders

vorstellen… Gemeinsam Fahrrad-Nerd sein macht mich glücklich.


Text: Maria Clauss,  Alex Clauss: Portus Cycles,  Foto: Daniel Weisser

High Fidelity

Veröffentlicht in 18. Februar 2014

In unserem Leben als Paar spielte die Musik von Anfang an eine wichtige Rolle, Sie brachte uns zusammen, unterstützte, bewegte und beflügelte uns. Ich würde euch gerne in diesem Zusammenhang von unserer Love Story erzählen. Während ich schreibe, spielt sich in meinem Inneren die Musik dieser Zeit ab. Es tut gut, sich an die ersten Schmetterlinge im Bauch zu erinnern.
Jan und ich trafen uns vor 18 Jahren bei einem -seinem- Konzert. Er stand auf der Bühne und ich tanzte mit meinen Freundinnen im Publikum. Es war mein erstes Konzert. Meine Eltern erlaubten mir, auf ein Rockkonzert zu gehen! Es tat sich damals eine neue Welt für mich auf, immerhin war ich 16, vollkommen weltfremd und naiv.  Auf meiner Alm fuhr der Stadtbus ca. 6 Mal am Tag, unser Fernsehprogramm war auf die öffentlich-rechtlichen beschränkt und außer Kurt Cobain kannte ich auch noch PUR, Marky Mark, Take That und Ace of Base.
Auf dem harten Rock-Konzert aber bin ich Jan sofort aufgefallen, sagt er. Ich glaube, es lag an dem Tanzstil, den wir Mädels drauf hatten. Wir bewegten uns frei – Ausdruckstanz und Improvisation, gepaart mit einstudierten Dreiecksschritten mit gesenktem Haupt. Es muss cool ausgesehen haben, zumindest wurden wir nicht als Hinterdörfler entlarvt.
Jan schien jedenfalls von unserer Performance beeindruckt gewesen zu sein, denn er sprach mich nach dem Konzert von seinem Merch-Stand an und fragte mich, ob ich eine Kassette von seiner Band kaufen möchte. Ich habe das nicht als Annäherungsversuch interpretiert und ging nach einem „Nein, Danke!“ weiter. Vielleicht hätte ich den Flirt verstanden, wenn er mir das Tape geschenkt hätte. Es ist aber zu unserer Freude alles nochmal gut gegangen, denn die Vorband gefiel mir so gut, dass ich ein Jahr später auf das nächste Konzert fuhr. Dort traf ich Jan wieder. Und dann, was soll ich sagen? Nach vielen unsicheren Blicken ist es um uns geschehen. Er schaffte es, mich anzusprechen und bot mir Smarties (diesmal für umme) an. Wir unterhielten uns und hörten im Hintergrund den Soundtrack für unsere erste Unterhaltung. Nachdem wir ein Paar waren, ging für mich die richtige musikalische Früherziehung los. Sein erstes und sein zweites Geschenk an mich war ein MC-Mix. Mittlerweile habe ich zu jedem Abschnitt in meinem Leben den dazugehörigen Soundtrack gefunden.

Nachtrag zur Liebe auf den ersten Blick: Jan erzählte mir damals, er habe sich nach dem ersten Konzert in mich verliebt. Und ich? Ich wagte es nicht, zu glauben dass mich dieser fesche Mann überhaupt beachtet hat.

Was ist der Soundtrack eurer ersten Begegnung?

 

Liebe ist Freundschaft begleitet von Musik

E. Joseph Grossmann

 

Soundtrack-der-Liebe

Liebe, Liebe! Geschenke?

Veröffentlicht in 13. Februar 2014

Sobald ich in diesen Tagen eine App öffne, die sich auch nur in der Nähe des Internets befindet, springen mich Valentins-Geschenkvorschläge von allen Seiten an. Meine schwäbische Herkunft verbietet mir jedoch, an Geschenke einen Gedanken zu verschwenden – und das kam so:
Als Kind schien ich sehr verträumt gewesen zu sein, in Wahrheit war ich jedoch hauptsächlich damit beschäftigt, die Vorbilder in meiner unmittelbaren Nähe und ihre Beziehungen untereinander zu studieren. Am meisten überrascht war ich immer von den seltsamen Geschenken, die sich die Erwachsenen gegenseitig machten – und welche Reaktionen sie hervorriefen. Mein Vater schien sich an Weihnachten riesig über Socken, Handschuhe und Unterhosen zu freuen, während meine Mutter über einem Dampf- Kochtopf oder einem Bügeleisen jubilierte. Ich frage mich heute, wie viele Geburtstage und Weihnachtsfeste es wohl gebraucht hatte, bis der Haushalt und der Kleiderschrank meiner Eltern komplett war.
Ans Schenken tastete ich mich dann langsam heran (von Mixtapes bis hin zu teuren Geschenken – und wieder zurück zum Selbstgemachten), bin leider noch immer nicht der perfekte Geschenkemacher. Aufatmen durfte ich dann erst, als ich erfuhr, dass es verschiedene Arten gibt, Liebe zu zeigen. Ein Autor zählte sie kurz durch und kam auf genau fünf „Sprachen der Liebe“: Lob, Zweisamkeit, Geschenke,  Hilfsbereitschaft und Zärtlichkeit. Es war für uns ein erhellender Moment, herauszufinden, was unsere Liebessprache ist und die Gedanken darauf zu richten, was der Partner sich wirklich wünscht.
Nun schließe ich die Apps und nehme mir Zeit, meiner Frau zuzuhören. Das wünscht sie sich nämlich wirklich: ungeteilte Aufmerksamkeit. Und da freut sich auch der schwäbische Geldbeutel.
J

 

 

Turteltaeubchen
%d Bloggern gefällt das: